Kopierer im FH-LAN als Drucker nutzen -> groß
Hochschule Bochum
Prof. Dr.-Ing. Albrecht Weinert

Labor für Medien und verteilte Anwendungen
MEVA-Lab


Dienste des MEVA-Lab — Druckdienst
Der interne Medienservice (IMS, Druckerei) der Hochschule Bochum und das MEVA-Lab boten einen hochschulweiten Druckdienst mit folgenden Möglichkeiten:
  • Nutzen von Kopierern des IMS als leistungsfähige hochqualitative Laserdrucker. Es handelt sich um die Modelle
    • NRG DSm627   (Abbildung links oben)   und
    • NRG DSm645   (mit Hefter, Sorter etc.),
  • Möglichkeit des Druckens auf diesen Geräten von jeder (Windows-) Workstation — sprich jedem PC — im Netz (LAN) der FH, Auswahl der auszudruckenden Datei am Gerät -> in groß
  • Seitenweises Abrechnen beim Ausdrucken am Gerät,
  • Bezahlen
    • mit dienstlichen Kopierkarten für FH-Mitarbeiter,
    • mit käuflichen Karten (=Mensacard) für alle Studierende und sonstigen Nutzer   oder
    • an einigen Geräten auch noch mit Geldmünzen,
  • Verkauf und Aufladen von Kopierkarten über einen Automaten.
Dieser Druckdienst lief so drei Jahre (2006 bis 2009) und wurde zu vollster Kundenzufriedenheit u.A. von Studierenden beim Arbeiten in den Schulungsräumen Institute for Automation & Industrial IT des Fachbereichs W (Wirtschaft) intensiv genutzt. Im September 2009 beschaffte die Verwaltung durchgängig Kopierer von einer anderen billigeren Firma, die einen Druckdienst dieser Qualität nicht tragen konnten.
Da der technische Ansatz viele Interessierte und Nachahmer außerhalb der Hochschule fand, lassen wir die Beschreibung und Hinweise hier stehen.
Scanner + Drucker = Kopierer -> in groß Kopierer = Drucker

Moderne Kopierer, wie die oben genannten NRG-Geräte, sind in Wirklichkeit eine Kombination aus

    ·   netzwerkfähigem PC,
    ·   Scanner   und
    ·   Laserdrucker

Dabei wird bei guten professionellen Geräten die Scanner- und die Druckerfunktion auf einem so hohen Niveau von Qualität, Leistung und Komfort dargestellt, das von Labor- oder gar Bürogeräten i.A. unerreichbar ist.

Geräte (bis 2009)
Gerät Standort Freigabe / Name Server  *1) Anmerkungen
NRG DSm627D3 rechts, FlurNRGcopyFlurD3 PD313Dauch Münzautomat
NRG DSm645C0-01 IMS   (Gerät li.)NRGcopyIMS01 PD313Dmit Sorter und Hefter
NRG DSm627B1 BibliothekNRGcopyBibT PD313Dauch Münzautomat
NRG DSm627AW6  Bibl. WirtschaftNRGcopyBOW01 PD313Dauch Münzautomat
NRG DSm627AW01-39 RechnerraumNRGcopyWi02 PD313Dauch Münzautomat
NRG DSm627Ebene 0 AW NRGcopyEbene0 PD313Dnur Münzautomat   *2)
KartenautomatF0,   Mensabereich Verkauf und Aufladen von Kopierkarten


Drucken (am PC)
Wählen Sie aus dem Druckmenu einer beliebigen Anwendung (Word, Editpad, Browser, Eclipse, CAD) heraus einen der in obiger Tabelle aufgeführten Drucker.

"Drucken" von Ihrem PC aus heißt zunächst das Druckergebnis auf einem Dokumentserver puffern. Sie werden dann mit der nebenstehend gezeigten Maske nach ein paar Angaben gefragt. Die Angaben ermöglichen es, Ihr jeweiliges Druckdokument wiederzufinden und so (echt) ausdrucken zu können und sie verhindern ggf. missbräuchlichen oder versehentlichen Ausdruck durch Andere.
Druckertreiber für Druckdienst Ein bewährtes Vorgehen hier ist das folgende:

Lassen Sie das erste Feld leer oder geben Sie ein Namenskürzel ein.

Im zweiten Feld vergeben Sie eine sinnvolle und für Sie eindeutige Dokumentbezeichnung. Die Syntax ist leider anders als bei Windows-Dateinamen.

Damit sonst niemand Ihr Dokument drucken kann, vergeben Sie eine vierstellige Zahl als sogenanntes "Passwort". Sinnvollerweise nehmen Sie für alle Ihre Druckaufträge die selbe Zahl, und "1234" ist keine gute Wahl.

Im vierten Feld geben Sie am besten Ihre FH-weit eindeutige (LDAP-) Kennung  ein —  das ist die in der Form sfb345678 (vulgo: eMail-Konto). Hiermit finden Sie Ihr Dokument auch dann wieder, wenn Ihr (Nach-) Name nicht einmalig ist.

Mit OK starten Sie den Druckvorgang, sprich hier das "Spoolen" auf dem Dokumentserver des Zielgeräts.

Fehler des (NRG-) Druckertreibers (Stand März 2006-Dezember 2008):
  1. Der Button "Abbrechen" bricht nicht etwa den Druck ab, sondern nur die Eingabe der Dokumentidentifikation. Es ist dann genau so, als ob Sie alle vier Felder leer ließen.
    Das Dokument wird dann anonym, sprich mit Namen wie "PRINT007", an das Gerät geschickt und kann von Jedem (der bereit ist, die Ausdrucke zu bezahlen) gedruckt werden.
  2. Die Wahl einer Auflage wird vom Druckertreiber angeboten bzw. nicht gesperrt. Sie ist aber sinnlos. Wenn Sie etwas mehrfach gedruckt haben möchten, bedienen Sie den "Kopierer" (s.u.) einfach entsprechend.
Der erste Fehler kann zu einem ernsten "security"-Problem bei vertraulichen Daten führen; seien ggf. Sie bitte vorsichtig.

Ausdrucken (am Gerät)
Gehen Sie nun maximal 3 Tage später zum betreffenden Kopierer. Wählen Sie anstelle des bekannten "Copy" (oberste Betriebsartentaste) nun "Document Server" (2. Taste von oben).
Auswahl der auszudruckenden Datei am Gerät -> in groß
Mit dem Einstecken einer Kopierkarte müssen Sie Ihre Bereitschaft zum ggf. Bezahlen von Ausdrucken signalisieren. Danach können Sie Ihr Dokument aus der Liste durch Antippen auswählen; siehe Abbildung.

Falls Sie beim Drucken die "Passwort" genannte vierstellige Zahl vergeben haben, müssen Sie diese auf der Zehnertastatur des Kopierers eingeben.

Nun können Sie das Dokument löschen oder drucken, auch in mehrfacher Auflage. Die Bedienung entspricht ab hier im Wesentlichen der beim Kopieren. Über den Menüpunkt "Druckeinstellungen" können Sie bei einigen Geräten auch zweiseitigen Druck, Broschürendruck, Heften und einiges andere mehr wählen.
Nach dem Drucken ist die Datei auf dem "Document Server" gelöscht.

Mensacard und Studierendenausweis dienen als Kopierkarte. Man kann Sie an einem Automaten im Mensabereich erwerben und aufladen.
An einigen Geräten können Sie auch (vorläufig noch) mit Münzeinwurf kopieren und drucken.

Installation   (einmalig, als Admin)
Damit Sie wie beschrieben drucken können, muss Ihr PC am LAN der FH angeschlossen sein. (richtiges Netz, keine LAN- oder DNS-Probleme und Erreichbarkeit der Domäne fb3-MEVA.

Mit Administratorrechten muss der betreffende Drucker vom Druckserver (siehe Tabelle) auf dem PC installiert werden. Dies geht mit "neuer Drucker", "Suchen im Netzwerk" oder einfach auch mit "drag and drop" vom Druckserver.

Hinweis 1: Dieser Vorgang ist für jeden PC, von dem aus so gedruckt werden soll, nur einmalig auszuführen. Als "normaler" Nutzer der betreffenden Arbeitsstation haben Sie damit nichts (mehr) zu tun. Sie drucken einfach auf das Gerät Ihrer Wahl. Dies gilt insbesondere für Studierende, die an einem PC in einem Schulungsraum arbeiten.

Hinweis 2: Ohne das eben erwähnte "Merken der Authentifizierung" der Authentifizierung werden normale Nutzer an dem betreffenden PC den von Ihnen (als Admin) installierten Drucker kaum oder nur erschwert nutzen können. Falls dieses Merken mit dem installierten Windows nicht einstellbar ist, müssen Sie die Authentifizierung beim Logon der Nutzer vornehmen. Das Kommando
        net use \\pd313d\NRGcopyXYZ /USER:FB3-MEVA\vvv vvv
bewirkt dies. Sie können es im Logon-Script ihrer Nutzer platzieren oder mit
        [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run]
        "printerXZY"="net use \\\\pd313d\\flurd3 /USER:FB3-MEVA\\vvv vvv"
via Registry laufen. lassen.
Für NRGcopyXYZ setzen Sie natürlich den jeweiligen Freigabenamen ein. Und dies ist, wie gesagt, nur erforderlich, wenn das oben erwähnte "Merken der Authentifizierung" auf keinem anderen Wege gelingt.

Kosten
Die Kosten pro ausgedruckter Seite sind genau dieselben wie beim Kopieren von einer Papiervorlage.
Mit 5ct pro Seite (Stand 2009) drucken diese "Kopierer" übrigens erheblich billiger als jeder Labor- oder Büro-Laserdrucker  —  von Tintenstrahlern ganz zu schweigen.

Der etwas günstigere Seitentarif für dienstlichen Kopien gilt für die Hochschul-Kolleginnen und -Kollegen natürlich auch bei der Nutzung der betreffenden Geräte als Ducker.

Probleme       trouble shooting

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz einen der oben aufgeführten Server (Domaincontroller und Druckserver) nicht "sehen", sprich mit DNS auflösen und "an-pingen" können, liegt eine Störung Ihres Netzwerks oder eine konfigurierte Einschränkung desselben vor. Letzteres kann für Labornetze hinter einem Gateway/Router zutreffen muss es aber nicht. Tritt der erste Fall sporadisch — ja scheinbar zufällig — auf, während andere Stationen drucken können, liegt ebenfalls ein Netzwerkproblem (i.A. DNS, DHCP) vor. Wenden Sie sich in solchen Fällen an die für diese Ihre jeweilige Netzwerkkonfiguration zuständige Person (Laborleiter, DVZ).

Meldet der Druckserver einen Drucker als "offline", so liegt i.A. eine Störung des Geräts vor, die man via Arbeitsstations- oder Serverzugriff (remote) nicht beheben kann. Meist ist eine solche Störung durch versehentliche Fehlbedienung (Gerät hängt in einem unsinnigen Scannauftrag o.ä.) hervorgerufen worden, und oft hilft dann nur ein "Kaltstart" des Kopierers.

Projektteam:     Elisabeth Alda, Rainer Segin, Albrecht Weinert.
Copyright   ©   2006, 2011  Albrecht Weinert
Stand: 16.01.2017 (V.1)       A. Weinert,   E-Mail (webmaster)